Verkehrsunfall: Rasche Beratung kann sich für Sie sehr lohnen

23. Januar 2019

Verkehrsunfall: Rasche Beratung kann sich lohnen

Verkehrsunfälle mit Sach- und Personenschaden ziehen eine Reihe von rechtlichen Verfahren mit Stolpersteinen I nach sich. Sowohl für den fehlbaren Lenker wie auch für die geschädigte Person. Eine rasche anwaltschaftliche Beratung kann helfen, die den Verfahrenen innewohnenden Stolpersteine und die damit verbunden Risiken zu erkennen und zu umgehen. Folgende Beispiele mögen dies veranschaulichen:

Sie verursachen durch Unachtsamkeit (Handykonsum) eine Auffahrkollision. Das vor Ihnen befindliche Fahrzeug hat aber völlig unerwartet gebremst. Es entsteht Sachschaden und das Opfer erleidet ein Beschleunigungstrauma. Da die beteiligten Personen mit der Situation überfordert sind, wird die Polizei gerufen.

Als Unfallverursacher tuen sie gut daran, die Angelegenheit direkt vor Ort ohne Polizei zu regeln. Das heisst Anerkennung des Verschuldens mittels Unfallprotokoll. Drängt die geschädigte Person auf den Beizug der Polizei, machen Sie diese auf die negativen unnötigen Folgen für Sie (Strafverfahren und Administrativverfahren) aufmerksam. Ausserdem wird die Schadenregulierung durch das Strafverfahren zeitlich unnötig verzögert.

Als Opfer benötigen Sie die erwähnte Haftungsanerkennung unter genauer Beschreibung des Unfallgeschehens, wie Positionen der Fahrzeuge, ca. gefahrene Geschwindigkeiten etc. Hat jemand den Vorfall gesehen, bitten Sie diese Person um deren Kontaktangaben. Im Zweifelsfall rufen Sie die Polizei. Noch wichtiger ist die medizinische Dokumentierung. Begeben Sie sich direkt nach dem Unfall zu einem Arzt oder Spital und lassen sich medizinisch abklären. Achten Sie darauf, dass der Arzt das Formular für Schleudertrauma benützt. Es wird empfohlen, sofern die Beschwerden fortdauern, die Beschwerden regelmässig in ärztlichen Berichten festhalten zu lassen.

Sie und ein Ihnen in der 30er Zone entgegenkommendes Fahrzeug streifen sich und es entsteht massiver Sachschaden. Das Verschulden ist unklar oder liegt gar ehe wie r auf Ihrer Seite. Es kommt zum Streit und die Polizei wird gerufen. Sie werden zur ersten Aussage gebeten und auf Ihr Recht, einen Anwalt beizuziehen, hingewiesen. Machen Sie davon Gebrauch und oder verweigern Sie konsequent Ihre Aussage. Gemäss geltender Rechtslage dürfen jemanden, welcher die Aussage verweigert, daraus keine Nachteile entstehen. Die erste polizeiliche Aussage kann sehr heikel sein, weil die Gefahr besteht, dass Sie in der Hektik belastende Umstände zu Protokoll geben, welche Sie zunächst als harmlos erachten. Das erste Protokoll gewichtet rechtlich am stärksten und was im Protokoll steht, ist fast nicht mehr zu korrigieren.

Beim Parkieren Infolge Unachtsamkeit streifen Sie ein parkiertes Fahrzeug. Da Sie gerade einen Termin haben, notieren Sie sich den die Kennnummer in der Absicht, sich später beim geschädigten Halter am Abend zu melden. Bereits am Nachmittag erhalten Sie einen Anruf von der Polizei. Sie werden rechtlich (zu Recht) wegen unerlaubten Entfernen von der Unfallstelle gebüsst werden, da Sie die Polizei rufen müssen, wenn der Halter nicht auffindbar ist. Ein Anruf beim Anwalt hätte dies verhindern können.